der Schwerpunkt dieses Ratgebers befasst sich mit möglichen Problemen bei der Deinstallation. Das grundsätzliche Verständnis wird vorausgesetzt

 

  • Der angemeldete Benutzer muss über Administratoren-Rechte verfügen. Wird es nur einen primären Benutzer an dem Computer geben, sollte dieser für den auch anschließenden Installationsvorgang kurzzeitig mit Administrator-Rechten ausgestattet werden.
  • Über welchen Profiltyp wird auf dem Computer zugegriffen? Gibt es nur lokale Benutzer oder werden die Anmeldungen mit Domänen-Benutzern durchgeführt? Ein lokaler Benutzer kann direkt Administrator-Rechte erhalten.

Bei einem Domänen-Benutzer ist es wichtig, die Gruppe der lokalen Administratoren um die Gruppe zu erweitern, welche der angemeldete Benutzer angehört. Hier bietet es sich an, Domänen-Administratoren permanent zur Gruppe der lokalen Administratoren hinzuzufügen und den Benutzer auf dem Server kurzfristig Administrator-Rechte zu verleihen.
Dazu lässt man sich die Eigenschaften der lokalen Administratoren-Gruppe anzeigen und fügt eine Gruppe der Domäne hinzu. Mit der Schaltfläche Pfade verweist man auf die Domäne und kann anschließend die Gruppe eintragen oder nach ihr suchen lassen.

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  • Hat der Benutzer vollen Zugriff, kann der Treiber vom System entfernt werden. Dazu klickt man den Drucker an und daraufhin auf Druckservereigenschaften.
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  • Der Treiber kann unter Umständen melden, dass er noch in Benutzung sei. Hier sollte man überprüfen, dass die Druckliste leer ist. Ist sie das, kann es hilfreich sein, den Dienst (- über services.msc im Startmenü ausführbar -) Druckwarteschlange neu zu starten.
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  • Überdies kann man überprüfen, welche Profile auf dem Computer benutzt werden und redundante Accounts entfernen. Geschieht die Anmeldung über Domänen-Profile, sollte man die lokalen Profile bis auf den Administrator entfernen, da sie (schon allein durch fehlerhafte Anmeldungen, wenn Domänen-Name mit dem eines lokalen Profils übereinstimmt) Konfliktpotenzial bieten.
  • Um Probleme konkurrierender Treiber zu vermeiden, bietet es sich ab Windows Vista an, die Treiberpakete ebenfalls zu deinstallieren. Das Kommandozeilen-Programm PnpUtil, welches auch Treiberpaket-Auflistung und -Installation ermöglicht, ist hierbei nützlich. folgende Schritte helfen:
    • CMD als Administrator auführen
    • Mit „pnputil -e“ lassen sich die aktuell installierten Drittanbieter-Pakete anzeigen. Die angezeigten Installationsdateien haben das format oem#.inf, wobei # eine Zahl darstellt.
    • Zum Entfernen eines Pakets hilft folgender Befehl: „pnputil -d oem#.inf“, wobei auch hier die entsprechende Nummer anstelle des # angegeben werden muss.
    • Bei Ausführungsverweigerung, kann folgender Befehl Abhilfe schaffen: „pnputil -f -d oem#.inf“
  • Ein weiterer Grund, der eine Installation verhindert, ist das Installationssystem von Windows. Hier muss man das automatische Installieren verhindern. Dazu hilft das Systemprogramm gpedit.msc.
    Folgende Schritte sind dazu notwendig:

    • Aufruf des Knotens: Computerkonfiguration ->Administrative Vorlagen ->System ->Geräteinstallation ->Einschränkungen bei der Geräteinstallation
    • Fenster „Installation von Geräten mit Treibern verhindern, die diesen Geräteklassen entsprechen“ öffnen
    • „Aktiviert“ anklicken
    • Taste „Anzeigen…“ anklicken
    • GUIDs zeilenweise eintragen (entsprechende GUIDs nachschlagbar unter http://msdn.microsoft.com/en-us/library/windows/hardware/ff553426%28v=vs.85%29.aspx)